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Therapie

Psychotherapie heißt: Behandlung der Seele

Die Gründe, warum Menschen psychotherapeutische Hilfe suchen, sind so individuell wie die Menschen selbst. In der Therapie schauen wir gemeinsam hin, verstehen und finden neue Wege.

Kindheit und Jugend sind eine Zeit rasanter Entwicklung. Die vielfältigen Aufgaben dieser Jahre sind nicht immer leicht zu bewältigen. Unter Stress oder erhöhten Anforderungen greifen wir alle, ob jung oder alt, auf Mechanismen zurück, die wir uns unbewusst gewählt haben. Sie sind nicht immer hilfreich, manchmal sogar hinderlich. Reichen sie zur Bewältigung nicht mehr aus, entwickelt ein Mensch Symptome, die dann meist der Grund für eine Therapie sind.

Ein Bild aus meiner Arbeit

Die persönliche Autobahn

Unter Druck gerät jeder Mensch auf seine ganz persönliche Autobahn: eingefahrene, unbewusste Wege, die uns erst einmal nicht zugänglich sind. In der Therapie lernen wir diese Wege genau kennen und verstehen. Gemeinsam erarbeiten wir das Bewusstsein, Ausfahrten zu nutzen, um andere Routen einzuschlagen, die uns unser Ziel erreichen lassen, ohne uns selbst dabei zu verlieren.

So lernt sich ein Kind oder ein Jugendlicher genau kennen, beginnt sich selbst zu verstehen, sich in seiner Persönlichkeit anzunehmen und Handlungsalternativen auszuprobieren. Es geht in meiner Arbeit nicht darum, einen Menschen zu verändern, sondern ihn in seiner Persönlichkeit zu stärken und dabei das ganze Familiensystem mitwachsen zu lassen.

Das Verfahren

Was ist tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie?

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist eines der anerkannten Richtlinienverfahren. In diesem Verständnis haben Symptome eine Funktion im inneren seelischen Geschehen und sind momentan die beste verfügbare Lösung bei meist unbewussten Konflikten.

Um dies gemeinsam zu verstehen, braucht es einen geschützten Rahmen und Zeit, den eine Psychotherapie bietet. Genau diesen Rahmen möchte ich Kindern, Jugendlichen und ihren Familien geben.

Therapie mit Kindern

Im Spiel zeigt sich, was Worte noch nicht sagen

Kinder sind meist intuitiv. Im Spiel verdeutlichen sie ihre Erfahrungen und kindlichen Nöte. Bei mir erhalten sie einen sicheren Rahmen, in dem sie beim Spielen, Malen und Bauen ihre Gefühle, Bedürfnisse und Ängste zeigen dürfen.

Mit Hilfe des therapeutischen Spiels gelingt eine behutsame Bearbeitung und Veränderung der Problematik. Individualität hat dabei immer Priorität: Manche Kinder spielen, andere malen oder bauen, wieder andere erzählen.

Selbst gebasteltes Guckkasten-Theater eines Kindes mit gemalten Papierfiguren, entstanden in der Therapie.
Eine Bastelarbeit aus der therapeutischen Arbeit mit Kindern.

Jugendliche & junge Erwachsene

Selbst bestimmen, worüber gesprochen wird

Jugendliche und junge Erwachsene bestimmen von Anfang an selbst, über was, wie viel und wann etwas besprochen wird. Weil Reden nicht jedem und in jeder Situation möglich ist, kann man sich auch über Zeichnen oder andere gestalterische Ideen ausdrücken.

Eine Psychotherapie kann helfen, sich und seine Erfahrungen, Gefühle und Wünsche besser zu verstehen. Die eigenen Stärken, Handlungsmöglichkeiten und Ziele werden individuell bearbeitet, um das Leben zufriedener, angstfreier und selbstbewusster zu gestalten. Jugendliche ab 15 Jahren dürfen ohne das Wissen der Eltern zur Therapie kommen.

Elternarbeit

Eine Familie ist wie ein Mobile

Verändert sich ein Mitglied, kommt das ganze System in Bewegung und kann sich neu justieren. In der Elternarbeit gewinnen wir einen neuen Blick auf das Familiensystem und entwickeln Verständnis für die entstandenen Symptome, um das Kind bestmöglich zu unterstützen.

Im besten Fall kommen Eltern gemeinsam zu den vierwöchigen Elterngesprächen. Leben Eltern getrennt, sind auch getrennte Gespräche möglich. Die Zustimmung beider Sorgeberechtigten ist Voraussetzung für die Aufnahme einer Therapie. Näheres erläutere ich Ihnen gerne im persönlichen Gespräch.

Anlässe

Gründe, die zu einer Vorstellung führen können

Die folgenden Themen sind häufige Anlässe. Ob eine Therapie das Richtige ist, klären wir in Ruhe gemeinsam im Erstgespräch.

Gefühle, Stimmung und Ängste

  • Anhaltende Stimmungsprobleme mit Rückzug, Freud- und Interesselosigkeit
  • Ängste wie Schulangst, Einschlaf- oder Nachtangst, Trennungsangst, soziale Ängste, Phobien
  • Ängste vor Tieren oder Gewitter, die das Kind einschränken
  • Minderwertigkeitsgefühle, Selbstwertstörungen und -unsicherheiten
  • Selbstverletzendes Verhalten (z. B. Ritzen)
  • Selbsttötungsgedanken und -phantasien

Verhalten und Entwicklung

  • Hyperaktivität, Unruhe und Aufmerksamkeitsstörungen (ADS/ADHS)
  • Störungen des Sozialverhaltens, aggressives Verhalten, Impulskontrolle
  • Zwänge (Zwangsgedanken und Zwangshandlungen)
  • Pubertätskrisen und fehlende Frustrationstoleranz
  • Asperger-Syndrom und autistische Störungen
  • Bindungs-, Kontakt- und Beziehungsstörungen
  • Hochbegabung und Hochsensibilität
  • Fragen rund um die Geschlechtsidentität

Körper, Familie und Ereignisse

  • Psychosomatische Beschwerden wie anhaltende Kopf-, Bauch- oder Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen, Albträume und Angstträume
  • Essstörungen wie Magersucht (Anorexia nervosa) oder Bulimia nervosa
  • Regulationsstörungen (sogenannte Schreibabys)
  • Körperliche Erkrankungen mit seelischer Beteiligung (z. B. Neurodermitis, Asthma)
  • Anpassungsstörungen nach Trennung, Scheidung oder anderen Ereignissen
  • Familiäre Konflikte und Erziehungsschwierigkeiten
  • Mobbing

Sie sind unsicher, ob eine Therapie passt?

Das lässt sich am besten im persönlichen Gespräch klären. Melden Sie sich gerne telefonisch oder per Mail, und wir schauen gemeinsam, was Ihr Kind, Ihre Familie oder Sie selbst gerade brauchen.

Kontakt aufnehmen 0221 9938 6998

Unverbindlich. Sprechstunden nach Vereinbarung.